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Die Bilanz der HANNOVER MESSE 2010 |
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Zur HANNOVER MESSE, die in
diesem Jahr unter dem Motto "Effizienter, Innovativer, Nachhaltiger"
stand, hatten sich mehr als 4 800 Aussteller aus 64 Ländern angemeldet -
das Niveau des Boomjahres 2008.
Die massiven Behinderungen im
internationalen Luftverkehr zeigten Folgen bei Ausstellern und
Besuchern. Die Deutsche Messe reagierte mit einem umfangreichen
Maßnahmenbündel auf die Situation. Mehrere hundert Aussteller wurden aus
ganz Europa mit Bussen nach Hannover geholt. Aus der Türkei nahmen
beispielsweise 150 Personen eine mehr als 50-stündige Busfahrt auf sich,
um in Hannover ausstellen zu können. Aus Neuseeland war eine
Ausstellerin 134 Stunden nach Hannover unterwegs. "Viele hundert
Unternehmer haben uns eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft und welche
Bedeutung die HANNOVER MESSE für sie hat", sagte von Fritsch. Auf Grund
der Flugverbote war es allerdings für rund 300 Aussteller unmöglich,
ihre Stände noch rechtzeitig zu besetzen. Vor allem Aussteller aus Asien
und Amerika konnten nicht nach Hannover reisen.
Das weltweite
Flugchaos über Europa wirkte sich auch auf die Besucherzahlen aus. "Die
Sperrung des Luftverkehrs und ein tagelanges Hin und Her haben wir am
Montag, Dienstag und Mittwoch massiv zu spüren bekommen. Dies konnte bis
zum Ende der Messe nicht mehr ausgleichen werden", sagte von Fritsch.
Die Zahl der Besucher aus dem Ausland ist deshalb um etwa die Hälfte
gesunken. Insgesamt ging die Zahl der Besucher um rund 20 Prozent auf
150 000 zurück. Deutlich spürbar waren die Rückgänge bei den Besuchern
aus Übersee, hier insbesondere aus Asien und Nordamerika.
Von den
ausländischen Besuchern kamen die meisten angesichts der
Luftraumsperrung erwartungsgemäß aus den Nachbarländern Deutschlands.
Aus den Niederlanden kamen sogar deutlich mehr Besucher als 2008. Danach
folgten Dänemark, Österreich, Frankreich, die Schweiz und Polen.
"Der
Erfolg der HANNOVER MESSE lässt sich in diesem Jahr nicht an der
Besucherzahl messen. Diese Veranstaltung wird als Vulkan-Messe in unsere
Unternehmensgeschichte eingehen", sagte von Fritsch.
Auch der
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Peter
Keitel, zog eine positive Bilanz: "Die Asche-Wolke hat den
internationalen Flugverkehr lahmgelegt - aber nicht die HANNOVER MESSE.
Ganz im Gegenteil. Die Aussteller und in besonderer Weise auch die
Deutsche Messe haben alles daran gesetzt, diese HANNOVER MESSE zu einem
Erfolg zu führen. Das ist gerade in der aktuellen Phase des aufkeimenden
Aufschwungs von besonderer Bedeutung. Die Unternehmen und Branchen, die
in Hannover vertreten waren, haben allen widrigen Umständen zum Trotz
Kraft für eine nachhaltige Erholung der Konjunktur geschöpft."
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