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Selbstständige Konstrukteure: Wer verdient mehr? |
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CATIA, Pro/Engineer, AutoCAD
& Co.: Zusätzliche Rollen und Tätigkeiten bringen höhere
Stundensätze als die "reine" Konstruktion
München, April 2010.
Freiberufliche Konstrukteure fordern im Durchschnitt einen Stundensatz
von 64 Euro. Das ergab eine Marktstudie der IT-Personalagentur GULP. Ein
tieferer Blick in die GULP Profile eröffnet ein interessantes Detail:
Konstrukteure, die aktuell verfügbar und auf Projektsuche sind, fordern
im Schnitt 61 Euro. Es ist davon auszugehen, dass gerade diese
Freelancer ihre Stundensatzforderung den jetzigen Marktgegebenheiten
angepasst haben. Die Honorarforderungen der Konstrukteure scheinen
demnach leicht zu sinken. Hohe Stundensatzforderungen sind bei den
Konstrukteuren außerdem eher die Ausnahme: Mehr als 80 Euro verlangen
nur 14,4 Prozent von ihnen. Wie können Konstrukteure ihren Stundensatz
erhöhen?
Externe Mitarbeiter, die "reine"
Konstruktionsaufgaben übernehmen, liegen mit ihren Forderungen meist im
Bereich unter 50 Euro. Sie konstruieren zum Beispiel Fahrwerks- und
Getriebekomponenten oder Motorgehäuse im Automotive-Bereich. "Wichtig
für das persönlichen Honorar sind die verschiedenen Rollen im Projekt,
die Berufserfahrung, etwaige Alleinstellungsmerkmale oder
Zusatzqualifikationen", so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP.
"Mit Prozesswissen und Branchenkenntnis lässt sich der Stundensatz auch
im Konstruktions-Bereich erhöhen."
Honorare, die über dem
durchschnittlichen Stundensatz für Konstrukteure liegen, können zum
Beispiel folgende Freiberufler fordern:
Ein Konstrukteur mit
viel Erfahrung kann den Support für ein CAD-Programm im
Unternehmen übernehmen. Er unterstützt diejenigen Konstrukteure, die das
Programm derzeit im Einsatz haben, beantwortet Fragen zu Funktionalität
und den Methoden des Programms oder hält Workshops ab. Dafür muss er
Expertenwissen und mehrjährige Erfahrung in der Konstruktion mitbringen.
Konstrukteure sind eingebunden in den Prozess der
Produktentwicklung und –fertigung, so dass von ihnen oft Kenntnisse im Produkt-Daten-Management
(PDM) oder Produkt-Lebenszyklus-Management (PLM) gefordert werden.
Kenntnisse in Software wie Windchill PDM Link oder Enovia werden für
solche Projekte neben dem Konstruktions-Know-how oft nachgefragt. Wenn
ein Freelancer PDM Service Consulting, PDM-Methodenentwicklung und
-Prozessgestaltung oder Change Management übernimmt, hat das meist
positive Auswirkungen auf den Stundensatz.
Auch Wissen
im Bereich Qualitätsmanagement (u.a. TQM, Engineering Process
Improvement, Testen) kann einem selbstständigen Konstrukteur zu
besser bezahlten Rollen im Projekt verhelfen - Prozessdefinition und
–verbesserung sowie Risikodefinition und –bewertung sind hier
beispielhafte Tätigkeiten.
Welche CAD-Systeme sind gefragt?
Die
in Projektanfragen über GULP am häufigsten nachgefragten CAD-Systeme
sind CATIA, Pro/Engineer, AutoCAD und SolidWorks. In 58,6 Prozent der
2008 und 2009 über GULP versandten Projektanfragen zu diesen vier
Systemen wurde ein CATIA-Spezialist gesucht – damit hängt das
französische CAD/CAD-System die Konkurrenz weit ab. "Die meisten
selbstständigen Konstrukteure spezialisieren sich im Laufe ihres
Berufslebens auf ein CAD-Programm – CATIA ist für einen Freiberufler
alleine aufgrund der hohen Nachfrage eine gute Wahl", ergänzt Symanek.
Die
Daten für die Analyse lieferten die Profile der in die GULP Datenbank
eingetragenen IT-Spezialisten, der GULP Trend Analyzer und
die über www.gulp.de
Freelancern zugestellten Projektanfragen.
Die vollständige
Marktstudie finden Sie unter:
http://www.gulp.de/kb/mk/chanpos/Marktstudie_Konstrukteure_f.html
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